Und auf einmal geht die Welt unter

06.10.2018

Vormittags Regen und dann den ganzen Tag über wolkig. Als ich das Haus verlasse, lockeren die Wolken gerade auf. Es ist zwar etwas windig aber sonst keine Anzeichen, das ich schon bald von einem starken Unwetter überrascht werde. Am Bahnhof in Aschaffenburg wird der Wind dann etwas stärker. Aber immer noch sieht der Himmel harmlos aus. Während der Zugfahrt fängt es dann an zu regnen – aber nicht stark. Kurz vor Würzburg ist dann wieder alles trocken und von Regen keine Spur.

In Würzburg angekommen verlasse ich den Bahnhof. In diesem Moment fängt es an leicht zu tröpfeln. Okay, ich muss ja nur 2 Minuten laufen um zu meinem Bus zu kommen. Also laufe ich los. Kurz vor dem Barbarossaplatz fängt es auf einmal ganz stark an zu stürmen und die Wolken öffnen ihre Schleusen. Es fängt an in strömen zu regnen, der Wind weht orkanartig. Überall fliegen kleine Schilder, Plakate, Stühle und Tische umher. Selbst unterstellen bringt in diesem Fall überhaupt nichts.

Nach 5 Minuten ist der ganze Spuk dann wieder vorbei. In den Minuten danach hat es was von einer Weltuntergangsstimmung. Es ist stockfinster. Überall liegen abgebrochene Äste und sogar ganze Bäume auf der Straße. In den Unterführungen steht das Wasser. Von überall her tönen Sirenen und aus allen Richtungen kommen Feuerwehrautos gefahren.

Komplett durchnässt komme ich am Ende in meiner Unterkunft an. Mit der Hoffnung, meine Tasche hat das Wasser abgehalten, öffne ich diese. Etwas Wasser ist dann doch in die Tasche gekommen und so ist ein Teil meiner Klamotten nass geworden. Also Tasche ausräumen und erst mal alles zum trocknen aufhängen.

Foto: Michał Mancewicz on Unsplash