SEV mitten ins nirgendwo

25.06.2017

Sonntag Abend auf dem Weg nach Würzburg. Wegen Bauarbeiten an der Strecke fährt zwischen mehreren Stationen ein Schienenersatzverkehr. Soweit war auch alles gut. Der SEV stand pünktlich und in ausreichender Zahl am Bahnhof und es lief alles wie geplant. Nach einer Kurvenreichen fahrt quer durch den Spessart sind die Busse dann irgendwo im nirgendwo stehen geblieben. Alles was man gesehen hat war ein Wartehäuschen, ein kleiner Bach und ganz viele Bäume. Und dann gingen auf einmal die Türen des Busses auf. Erst hatte ich kurz gedacht, dass das ein Haltepunkt auf der Strecke ist. Nachdem dann aber aus dem vorderen Bus eine ganze Menge an Menschen ausgestiegen ist und in meinem Bus auch nach und nach alle aufgestanden sind, war mir klar, dass das wohl der Endpunkt des SEV ist. Irgendwo im Nirgendwo „ausgesetzt“ zu werden, damit hatte ich jetzt nicht gerechnet.

Aber gut ich bin dann einfach mal der Menschenmenge hinterher gelaufen. Denn irgendeiner wird ja schon wissen wo wir hin müssen. Es ging dann einen kleinen Pfad entlang und dann eine Treppe nach oben. Es kommt einem schon komisch vor, wenn dir dann unterwegs Wanderer begegnen. Als wir dann die Treppe oben waren, konnte man eine Oberleitung sehen. Das war ja schon mal ein gutes Zeichen. Kurze Zeit später hatten wir dann einen kleinen Bahnhof, gefühlt mitten im nirgendwo, erreicht. Dort dann etwas gewartet und dann kam auch schon der Zug angefahren. In der Zwischenzeit hatte es auch, wie sollte es auch anders sein, angefangen, leicht zu regnen. Dann in den Zug eingestiegen und alles ging ganz normal weiter.

Ich habe ja schon viel erlebt. Aber das man mit dem SEV irgendwo im nirgendwo rauskommt und dann auf der Suche nach einem Bahnhof ist, das habe ich noch nie erlebt. Aber es war eigentlich ganz interessant muss ich sagen und es hat ja auch alles soweit geklappt.