Das macht eine angehende Bauingenieursstudentin kurz vor Studienbeginn

Ich bin einer der wichtigsten oder vielleicht sogar der wichtigsten Frage der Welt auf den Grund gegangen: Was macht eine angehende Bauingenieursstudentin ca. einen Monat vor Studienbeginn?

Man könnte glauben, sie genießt die letzten freien Wochen, die ihr noch bleiben.
Das ganze selbstverständlich bei bestem Wetter. Man könnte glauben, sie steht erst gegen Mittag auf und liegt den ganzen Tag auf der faulen Haut. Man könnte glauben, sie macht noch mal einen richtig schönen und langen Urlaub.
Ja das alles könnte man glauben. Aber die einzig wahre Antwort ist eine andere.

Warum denn bis mittags um 12:00 Uhr schlafen wenn man auch schon um 5:30 aufstehen kann. Warum denn die freie Zeit genießen, wenn man auch auf den Bau gehen kann, um mitzuerleben, wie Straßen aufgebaggert werden, wie Markierungen angebracht werden und wie Rohre verlegt werden. Warum denn abends Fernsehen oder Serien schauen, wenn man auch Praktikumsberichte schreiben kann. Warum denn den ganzen Tag lang die Füße hochlegen, wenn man sich den stärksten Muskelkater seines Lebens holen kann. Warum denn mit dem Auto zum See fahren und das Wetter genießen, wenn man auf der Baustelle Bagger fahren kann.

Und als ob das nicht schon genug für einen Tag wäre, kommen dann ja noch solche Dinge wie Wohnungssuche obendrauf. Und als ob das nicht schon genug für einen Tag wäre, kommen dann ja noch solche Dinge wie Freunde oben drauf, die einem rund um die Uhr was von einem wollen. Und als ob das nicht schon genug für einen Tag wäre, kommen dann ja noch solche Dinge wie Familie oben drauf.

Da soll doch mal einer sagen, Studenten hätten ein gechilltes Leben. Vor Studienbeginn sieht das auf jeden Fall nicht wirklich so aus. Ich sage nur „Stress Pur“.

Und: Studieren will sie trotzdem noch. Somit kann das ganze gar nicht so schlimm sein, wie es sich anhört.