Wie ein älterer Herr der Held eines kleinen Jungen wurde

Heute gibt es mal eine Geschichte, die zum Nachdenken anregen soll. Die Idee zu dieser Geschichte kam mir, nachdem ich ein Video gesehen habe, in dem ein kleiner Junge stundenlang, bei Eiseskälte auf der Straße saß, nur mit einem T-Shirt bekleidet und keine einzige Person diesen beachtet hat.

Es ist ein kalter Wintersamstag mitten im Januar. Eisiger Wind fegt durch die Straßen. In der Großstadt ist trotz des Wetters einiges los und die Fußgängerzonen sind gefüllt mit Menschenmassen.

Neben einem kleineren Modegeschäft sitzt ein kleiner Junge. Ein Junge der seine Eltern verloren hat und seit mehreren Monaten nun schon auf der Straße lebt. Tom heißt er. Seit mehreren Stunden sitz er nun schon frierend auf der dicht belebten Straße. Keiner der Menschen, die an ihm vorbeilaufen, beachten ihn. Auch wenn er nur in einem T-Shirt da sitzt. Niemand beachtet ihn. Jeder geht einfach weiter.

Einziger Schutz gegen den eißigen Wind ist ein Müllbeutel, der aber auch schon mit einigen Löchern übersät ist.

Nach einigen Stunden bleibt ein älterer Herr stehen und geht auf Tom zu. Der Herr selber ist auch obdachlos. Er fragt den Jungen was er alleine bei dieser Kälte auf der Straße mache und gibt ihm dabei seine Jacke, um ihn vor der Kälte zu schützen.

Der Herr erfährt von Tom das dieser schon mehrere Monate auf der Straße lebt und das mit gerade einmal acht Jahren.

Darauf hin versucht der Mann den Jungen davon zu überzeugen, mit ihm mitzukommen, um ihn in eine Unterkunft zu bringen, in der er ein Dach über dem Kopf hat, zu essen bekommt, wieder zur Schule gehen kann und ein einigermaßen geregeltes Leben leben kann.

Mit viel gutem zureden kommt Tom schließlich mit. Als der ältere Herr Tom abgeliefert hat, gibt dieser diesem sein ganzes erbetteltes Geld. Tom wollte dies zwar nicht annehmen. Aber der Herr drückte es ihm einfach in die Hand und verschwand anschließend in der inzwischen eingebrochenen eisigen Nacht.

Dank des älteren Herren konnte Tom nun wieder ein ganz normales, geregeltes Leben führen und positiv in die Zukunft blicken.

12 Jahre später treffen sich die beiden zufällig wieder.

Was in dieser Situation passiert, das gibt es nächste Woche hier zu lesen.
Bis dahin könnt ihr eurer Phantasie freien lauf lassen, und euch Gedanken darüber machen, wie diese Begegnung ablaufen könnte.
Und wer weis, vielleicht läuft diese Begegnung nächste Woche genau so ab, wie ihr euch das vorgestellt habt.

Foto: Mikhail Pavstyuk